Ein Prompt ist die Anweisung oder Frage, die du einer KI gibst.
Der Prompt bestimmt massgeblich die Qualität der Antwort. Je klarer und präziser du formulierst, desto besser wird das Ergebnis.
Statt:
«Erkläre Brüche.»
besser:
«Erkläre Brüche für eine 5. Klasse mit drei einfachen Beispielen und einer Übungsaufgabe.»
Bessere Prompts führen fast immer zu besseren Ergebnissen.
Ein guter Prompt beschreibt möglichst genau, was du erwartest.
Rolle
Ziel
Zielgruppe
Thema
Umfang
Schreibstil
Besonderheiten
Du bist eine erfahrene Primarlehrperson. Erstelle ein Arbeitsblatt für eine 6. Klasse zum Thema Prozentrechnen. Verwende eine einfache Sprache, zehn abwechslungsreiche Aufgaben und füge am Schluss die Lösungen hinzu.
Je mehr hilfreicher Kontext vorhanden ist, desto präziser arbeitet die KI.
Nein.
Viele glauben, sie müssten den perfekten Prompt schreiben.
Das Gegenteil ist oft sinnvoller.
Starte mit einem einfachen Prompt und verbessere das Ergebnis gemeinsam mit der KI.
Zum Beispiel:
Mach die Sprache einfacher.
Gib mir drei weitere Beispiele.
Formuliere die Aufgaben schwieriger.
Ein gutes Gespräch ist oft wirkungsvoller als ein perfekter erster Prompt.
Ja.
Du musst keine Programmiersprache lernen.
Schreibe so, wie du mit einer hilfsbereiten Kollegin oder einem hilfsbereiten Kollegen sprechen würdest.
Ich unterrichte eine 5. Klasse. Meine Schülerinnen und Schüler verstehen das Thema noch nicht. Hast du eine einfachere Erklärung?
Natürliche Sprache genügt.
Unbedingt.
ChatGPT merkt sich den bisherigen Gesprächsverlauf.
Du kannst deshalb schreiben:
Erkläre es einfacher.
Gib mir fünf weitere Beispiele.
Kürze den Text.
Verwende Schweizer Rechtschreibung.
Ergänze eine Zeichnungsidee.
Die erste Antwort ist selten die letzte.
Bitte die KI gezielt um Überarbeitungen.
Schreibe freundlicher.
Verwende mehr Humor.
Formuliere kürzer.
Mache den Text spannender.
Passe ihn an eine 4. Klasse an.
Füge eine Zusammenfassung hinzu.
KI arbeitet besonders gut beim Überarbeiten bestehender Texte.
Alles, was für die Aufgabe wichtig ist – aber keine sensiblen Personendaten.
Schulstufe
Alter
Fach
Thema
Lernziele
gewünschte Länge
vorhandenes Vorwissen
gewünschter Stil
vollständige Namen von Schülerinnen und Schülern
Notenlisten
medizinische Daten
Passwörter
vertrauliche Dokumente
Mehr Kontext hilft – sensible Daten nicht.
Weise die KI darauf hin und bitte um eine Überprüfung.
Ich glaube, Aufgabe 4 stimmt nicht. Bitte überprüfe deine Lösung Schritt für Schritt.
Oft erkennt die KI den Fehler selbst.
KI darf hinterfragt werden.
Ja, bei vielen Versionen.
Du kannst hochladen:
Word
Excel
PowerPoint
Bilder
Screenshots
Anschliessend kannst du beispielsweise fragen:
Fasse dieses Dokument zusammen.
Erstelle zehn Prüfungsfragen.
Erkläre den Inhalt für eine 5. Klasse.
Dateien eröffnen viele neue Einsatzmöglichkeiten.
Ja.
Du kannst Fotos oder Screenshots hochladen und fragen:
Was siehst du?
Erkläre dieses Diagramm.
Korrigiere diesen Text.
Löse diese Mathematikaufgabe.
Erkennst du Fehler?
ChatGPT kann heute weit mehr als nur Texte verarbeiten.
Deep Research ist eine Funktion, bei der die KI umfangreiche Recherchen selbstständig durchführt.
Dabei durchsucht sie zahlreiche Quellen, vergleicht Informationen und erstellt strukturierte Berichte.
Für Lehrpersonen eignet sich dies beispielsweise für:
Unterrichtsvorbereitungen
Hintergrundinformationen
aktuelle Entwicklungen
Projektwochen
Referate
Deep Research spart besonders bei aufwendigen Recherchen viel Zeit.
Wenn du KI regelmässig beruflich nutzt.
leistungsfähigere Modelle
schnellere Antworten
höhere Nutzungslimits
mehr Funktionen
bessere Bildgenerierung
Deep Research
Dateiverarbeitung
häufig frühzeitiger Zugriff auf neue Funktionen
Wer mehrmals pro Woche mit KI arbeitet, spart durch ein Abo oft deutlich mehr Zeit, als es kostet.
Ein Abo ist eine Investition in Zeitersparnis.
Fast – aber nicht vollständig.
Die KI kann vorbereiten:
Lernziele
Arbeitsblätter
Prüfungen
Dossiers
Elternbriefe
Differenzierung
Ideen
Spiele
Die pädagogischen Entscheidungen trifft weiterhin die Lehrperson.
KI unterstützt die Vorbereitung – unterrichten musst weiterhin du.
zu kurze Prompts
fehlende Zielgruppe
keine Überprüfung der Antworten
unrealistische Erwartungen
ungenaue Aufgabenstellung
keine Rückfragen
sensible Daten eingeben
Die meisten Probleme entstehen nicht durch die KI, sondern durch unklare Anweisungen.
Arbeite mit der KI wie mit einer kompetenten Assistenzperson.
Aufgabe erklären.
Erstes Ergebnis erstellen lassen.
Gemeinsam verbessern.
Fakten überprüfen.
Endversion übernehmen.
Mit diesem Vorgehen entstehen meist deutlich bessere Resultate als mit einer einzigen Anfrage.
Nach diesem Kapitel weisst du:
was ein Prompt ist,
wie gute Prompts aufgebaut sind,
wie du Antworten gezielt verbesserst,
welche Dateien ChatGPT verarbeiten kann,
wann sich ein Bezahlabo lohnt,
welche Fehler häufig passieren und
wie du KI effizient und verantwortungsvoll einsetzt.
Im nächsten Kapitel geht es um den konkreten Einsatz von KI in Schule und Unterricht – von der Unterrichtsvorbereitung über Hausaufgaben bis hin zur Leistungsbeurteilung.