Grundsätzlich solltest du sehr vorsichtig sein.
Personenbezogene Daten sind Informationen, mit denen eine Person direkt oder indirekt identifiziert werden kann.
Dazu gehören beispielsweise:
Name
Adresse
Telefonnummer
E-Mail-Adresse
Geburtsdatum
Fotos
Noten
Gesundheitsdaten
Gerade im Schulbereich gelten besonders hohe Anforderungen an den Datenschutz.
Im Zweifel lieber anonymisieren.
Entferne alle Angaben, die Rückschlüsse auf eine Person ermöglichen.
Statt:
Leon Müller aus der 5b hat grosse Schwierigkeiten beim Lesen.
besser:
Ein Schüler der 5. Klasse hat grosse Schwierigkeiten beim Lesen.
Noch besser:
Eine Schülerin oder ein Schüler der Primarschule benötigt Unterstützung beim Lesen.
Je weniger persönliche Daten, desto besser.
Das hängt vom verwendeten KI-Dienst und den gewählten Einstellungen ab.
Viele KI-Anbieter bieten Möglichkeiten, die Verwendung von Unterhaltungen für das Training ihrer Modelle einzuschränken. Welche Optionen verfügbar sind, kann sich jedoch ändern.
Informiere dich deshalb über die Datenschutzeinstellungen des verwendeten Dienstes und beachte die Vorgaben deiner Schule oder deines Arbeitgebers.
Verlasse dich nicht auf Annahmen – prüfe die Einstellungen und Richtlinien.
Alles, was vertraulich oder besonders schützenswert ist.
Passwörter
Bankdaten
Ausweiskopien
Gesundheitsakten
Notenlisten mit Namen
Disziplinarunterlagen
Personalakten
vertrauliche Verträge
Was du nicht öffentlich machen würdest, gehört in der Regel auch nicht in eine KI.
Nein.
KI wird mit grossen Datenmengen trainiert.
Diese Daten können Fehler, Vorurteile oder einseitige Sichtweisen enthalten.
Dadurch können auch Antworten der KI unbeabsichtigte Verzerrungen enthalten.
Eine KI könnte bestimmte Berufsgruppen oder Rollenbilder unbewusst stereotyp darstellen.
KI ist nicht automatisch neutral.
Ja – wenn sie bewusst dafür eingesetzt wird.
täuschend echte Bilder
manipulierte Videos
gefälschte Stimmen
automatisch erzeugte Nachrichten
personalisierte Werbung
Deshalb wird Medienkompetenz immer wichtiger.
Nicht alles, was echt aussieht oder überzeugend klingt, ist tatsächlich echt.
Immer der Mensch.
Wenn du einen Text, ein Bild oder eine Präsentation veröffentlichst, bist du für den Inhalt verantwortlich – auch wenn eine KI bei der Erstellung geholfen hat.
Deshalb solltest du alle Ergebnisse sorgfältig prüfen.
Die Verantwortung lässt sich nicht an eine KI delegieren.
Nicht ungeprüft.
Kontrolliere immer:
fachliche Richtigkeit
Aktualität
Sprache
Rechtschreibung
Quellen (falls angegeben)
Passe die Inhalte an deine Situation an und ergänze bei Bedarf eigene Überlegungen.
KI liefert Entwürfe – die Endkontrolle bleibt deine Aufgabe.
Deepfakes sind mit KI erzeugte oder manipulierte Bilder, Videos oder Tonaufnahmen, die echt wirken können.
eine Stimme, die täuschend echt nachgeahmt wird,
ein Video, in dem jemand scheinbar etwas sagt,
ein Bild, das nie aufgenommen wurde.
Deepfakes können unterhaltsam sein, aber auch für Betrug oder Desinformation missbraucht werden.
Prüfe besonders bei überraschenden oder sensationellen Inhalten die Quelle.
Oft gar nicht sicher.
unklare oder fehlende Quellen,
ungewöhnliche Formulierungen,
widersprüchliche Aussagen,
auffällige Bilddetails,
unrealistische Schatten oder Hände,
fehlende Einordnung.
Mit der technischen Entwicklung wird die Erkennung jedoch zunehmend schwieriger.
Nicht der Eindruck entscheidet – sondern die Überprüfung.
KI selbst ist ein Werkzeug. Chancen und Risiken hängen davon ab, wie Menschen sie einsetzen.
Positiv eingesetzt kann KI:
Krankheiten früher erkennen,
Menschen beim Lernen unterstützen,
Zeit sparen,
Barrieren abbauen.
Missbraucht kann sie beispielsweise für Betrug, Desinformation oder Cyberangriffe verwendet werden.
Die grösste Verantwortung liegt beim Menschen.
Wer haftet bei Fehlern?
Wie schützen wir die Privatsphäre?
Wie vermeiden wir Diskriminierung?
Welche Entscheidungen darf KI treffen?
Wie transparent müssen KI-Systeme sein?
Diese Fragen beschäftigen Politik, Wissenschaft und Gesellschaft weltweit.
Technische Möglichkeiten bedeuten nicht automatisch, dass alles sinnvoll oder erlaubt ist.
Eine entscheidende.
Wer Informationen kritisch hinterfragt, Quellen prüft und Inhalte einordnen kann, ist deutlich besser auf die KI-Zukunft vorbereitet.
Gerade Schülerinnen und Schüler sollten lernen,
Informationen zu vergleichen,
Quellen zu bewerten,
KI-Antworten kritisch zu hinterfragen und
Fakten zu überprüfen.
Mit der Verbreitung von KI wird Medienkompetenz noch wichtiger.
Gib keine sensiblen Daten ein.
Prüfe wichtige Informationen.
Kennzeichne den KI-Einsatz, wenn dies erwartet wird.
Nutze KI als Unterstützung, nicht als Ersatz für eigenes Denken.
Respektiere Datenschutz und Urheberrecht.
Hinterfrage Ergebnisse kritisch.
Verantwortungsvoller Umgang schafft Vertrauen.
Datenschutz, Sicherheit und Ethik sind keine Hindernisse für KI – sie sind Voraussetzungen für einen verantwortungsvollen Einsatz.
Wer sorgfältig mit Daten umgeht, Ergebnisse überprüft und sich seiner Verantwortung bewusst ist, kann die Vorteile von KI nutzen und gleichzeitig Risiken deutlich reduzieren.
Nach diesem Kapitel weisst du:
welche Daten du einer KI anvertrauen solltest – und welche nicht,
wie du personenbezogene Daten anonymisierst,
weshalb KI nicht immer objektiv ist,
was Deepfakes sind,
warum Medienkompetenz immer wichtiger wird,
welche ethischen Fragen KI aufwirft und
wie du KI verantwortungsvoll und sicher einsetzt.
Im nächsten Kapitel widmen wir uns den kreativen Möglichkeiten von KI: Bilder, Audio und Video. Du lernst die wichtigsten Werkzeuge kennen und erfährst, wie sie im Unterricht und im Alltag sinnvoll eingesetzt werden können.