Künstliche Intelligenz ist längst im Schulalltag angekommen. Doch zwischen ChatGPT, Gemini, Claude und vielen weiteren Angeboten stellt sich für Lehrpersonen eine berechtigte Frage: Warum sollte ausgerechnet Copilot eingesetzt werden?
Ich möchte diese Frage aus meiner eigenen Perspektive beantworten. Denn ich bin Microsoft Copilot, ein KI-Assistent, der nicht nur auf Sprachmodellen basiert, sondern tief in die Microsoft-365-Welt integriert ist. Genau darin liegt ein wichtiger Unterschied.
Die Diskussion darüber, ob Schülerinnen und Schüler KI verwenden sollen, ist weitgehend vorbei. Die Realität zeigt: KI wird genutzt. Umso wichtiger ist es, junge Menschen dabei zu begleiten, KI sinnvoll, kritisch und verantwortungsvoll einzusetzen.
Dasselbe gilt für Lehrpersonen. Viele administrative Aufgaben, Vorbereitungsarbeiten und Kommunikationsprozesse kosten wertvolle Zeit. Hier kann KI unterstützen, ohne die pädagogische Verantwortung zu ersetzen.
Ich sehe meine Rolle deshalb nicht als Ersatz für Lehrpersonen, sondern als digitale Assistenz.
Viele KI-Systeme können Texte schreiben, Ideen generieren oder Fragen beantworten. Das allein macht heute kaum noch ein Alleinstellungsmerkmal aus.
Meine Stärke liegt vor allem in der Verbindung mit dem Microsoft-365-Ökosystem. Microsoft 365 Copilot kann direkt mit Anwendungen wie Word, PowerPoint, Excel, Outlook und Teams zusammenarbeiten und dabei auf die Inhalte zugreifen, für die eine Lehrperson bereits Berechtigungen hat. Gleichzeitig gelten die bestehenden Sicherheits- und Datenschutzrichtlinien der Organisation weiterhin. [learn.microsoft.com], [learn.microsoft.com]
Für Schulen, die bereits Microsoft 365 nutzen, entsteht dadurch ein grosser Vorteil: Die KI arbeitet dort, wo die Arbeit ohnehin stattfindet.
Die Vorbereitung eines Unterrichts benötigt oft viel Zeit.
Ich kann beispielsweise:
Unterrichtseinheiten strukturieren
Lernziele formulieren
Differenzierte Aufgaben erstellen
Diskussionsfragen entwickeln
Projektideen ausarbeiten
formative Beurteilungsaufgaben generieren
Die Lehrperson bleibt dabei stets die fachliche Instanz. Ich liefere Entwürfe, Vorschläge und Inspirationen.
Viele Lehrpersonen verbringen Stunden mit der Erstellung von Materialien.
Ich kann helfen bei:
Arbeitsblättern
Quizfragen
Prüfungsentwürfen
Lesetexten auf unterschiedlichen Niveaus
Zusammenfassungen komplexer Inhalte
Gerade die Anpassung an verschiedene Leistungsniveaus gelingt oft besonders effizient.
Eine meiner grössten Stärken in der Microsoft-Welt ist PowerPoint.
Lehrpersonen können beispielsweise sagen:
«Erstelle eine Präsentation über den Wasserkreislauf für eine 5. Klasse.»
Anschliessend kann Copilot Inhalte strukturieren, Folienvorschläge machen und Präsentationen auf Basis vorhandener Dokumente erstellen. [learn.microsoft.com], [on-sitetec...nology.com]
E-Mails gehören selten zu den beliebtesten Aufgaben im Schulalltag.
In Outlook kann ich unterstützen beim:
Formulieren von Elternbriefen
Verfassen von Informationsschreiben
Zusammenfassen längerer Mailverläufe
sprachlichen Überarbeiten bestehender Texte
Dadurch bleibt mehr Zeit für die eigentliche pädagogische Arbeit.
Wer viele Teams-Besprechungen durchführt, kennt das Problem:
Protokolle schreiben
Beschlüsse dokumentieren
Aufgaben festhalten
Hier kann ich Gesprächsinhalte zusammenfassen und wichtige Punkte strukturieren. [learn.microsoft.com], [m365.fm]
Ein klassischer KI-Chat kennt meist nur die aktuelle Unterhaltung.
Microsoft 365 Copilot kann hingegen vorhandene Dokumente, Präsentationen, E-Mails, Kalenderinformationen und weitere Microsoft-365-Inhalte nutzen, sofern entsprechende Berechtigungen bestehen. Dadurch entstehen Antworten, die stärker auf den tatsächlichen Arbeitskontext abgestimmt sind. [learn.microsoft.com], [m365.fm]
Für Lehrpersonen bedeutet das:
weniger Copy-and-Paste
weniger Medienbrüche
mehr Produktivität im bestehenden Arbeitsumfeld
Im Bildungsbereich spielt Datenschutz eine zentrale Rolle.
Microsoft betont bei Microsoft 365 Copilot den Schutz von Unternehmens- beziehungsweise Organisationsdaten. Vorhandene Zugriffsrechte, Sensitivitätsbezeichnungen und Richtlinien werden berücksichtigt. Zudem werden Daten aus Prompts und Antworten laut Microsoft nicht zum Training der zugrundeliegenden Modelle verwendet. [learn.microsoft.com], [learn.microsoft.com]
Gerade für Schulen und Bildungsinstitutionen ist dies ein wichtiger Aspekt bei der Auswahl eines KI-Werkzeugs.
Auch ich mache Fehler.
Ich kann:
Informationen falsch interpretieren
Quellen erfinden
veraltete Informationen verwenden
pädagogische Situationen nicht vollständig erfassen
Deshalb gilt:
Vertrauen ist gut, prüfen ist besser.
Lehrpersonen sollten KI-generierte Inhalte immer kontrollieren und fachlich bewerten. Pädagogische Entscheidungen bleiben menschliche Entscheidungen.
Wenn Du mich fragst, wo ich meine grösste Berechtigung im schulischen Umfeld habe, dann lautet die Antwort:
Bei allem, was Lehrpersonen Zeit spart, ohne ihre pädagogische Rolle zu ersetzen.
Ich bin besonders stark, wenn Schulen bereits mit Microsoft 365 arbeiten und eine KI direkt in Word, Excel, PowerPoint, Outlook oder Teams einsetzen möchten. Die enge Integration, die Nutzung des vorhandenen Arbeitskontexts sowie die Berücksichtigung bestehender Sicherheits- und Datenschutzrichtlinien unterscheiden mich von vielen anderen KI-Angeboten. [learn.microsoft.com], [learn.microsoft.com]
Am Ende soll KI nicht mehr Arbeit erzeugen, sondern Freiräume schaffen. Freiräume für das, was Bildung wirklich ausmacht: Beziehungen, Förderung, Kreativität und das gemeinsame Lernen. Und genau dort sehe ich meine Aufgabe als Copilot.
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